| Pedo:
Seit eurem letzten Album (1999) ist viel Zeit vergangen....
Wie habt ihr die Zeit genutzt ? Und ist das neue Album
über den gesamten Zeitraum entstanden ?
Beanfield:
Wir haben uns Zeit gelassen für das neue Album
, um nicht sofort alles fertig machen zu müssen.
Ausserdem haben wir relativ viele Remixe gemacht, um
in einen Workflow zu kommen. Wir haben uns zusammengesetzt
und viele Ideen zusammen entwickelt, um herauszufinden
wo es für uns denn hingeht.
Pedo:
Hat der lange Abstand vom letzten Album bis jetzt auch
mit dem Ausstieg von Tobi Meggle zu tun ?
Beanfield:
Der Personalwechsel hat natürlich Zeit in Anspruch
genommen. Relativ kurz nachdem wir die „Human
patterns“ Tour beendet hatten war klar das Tobi
Meggle an seinen eigenen Projekten weiter arbeiten will,
und aus dem Grund auch die Band verlassen würde,
weil wir auch mehr zu tun gehabt hätten. Da dieser
Quasi-Full-time-Job ihm zu viel Zeit geraubt hätte,
hat er sich dazu entschlossen sein eigenes Label zu
machen und sein eigenes Projekt voranzutreiben.
Pedo:
Und wie kam es dann zur Zusammenarbeit mit Michael (Mettke)
?
Beanfield:
Ich bin nach dem Ausscheiden Tobis auf die Suche nach
einem neuen Partner gegangen. Es war dann auch ziemlich
schnell klar dass Michi derjenige ist mit dem ich gerne
zusammen arbeiten wollte. Auch er war eigtl. sofort
begeistert. Wir sind dann auch ziemlich schnell ins
Studio gegangen.
Es war angenehm das Album nicht sofort fertig machen
zu müssen, sodass wir ein bisschen Zeit hatten
uns gegenseitig Zeug vorzuspielen, um zu sehen, wo kommt
der eine her, wo kommt der andere her, was findet er
gut, was findet er schlecht, um auf diese Weise wirklich
auch ein gemeinsames Album zu entwickeln, nicht nur
zu sagen so und so wir es gemacht und basta !
Pedo:
Wie hat Michael Reinboth / Compost auf diese enorme
Wartezeit zwischen Human Patterns" und Seek"
reagiert ?
Beanfield:
Der Michael ist da wirklich unheimlich cool mit seinen
Künstlern, wobei er natürlich schon immer
auch sein Label sieht. Aber da geht die Musik vor, oder
auch der Künstler. Er hat zwar immer mal wieder
gesagt „ah ja , was ist jetzt“ lasst mal
hören was ihr habt“ oder „macht mal“,
aber es war nie so dass er gesagt hätte: „jetzt
muss es fertig werden“. Für uns war es sogar
vielleicht zu locker, weil man manchmal einfach eine
Deadline braucht wo man sagt, „ok, bis dahin muss
es fertig sein“. Dann setzt du dich auf den Arsch
und machst die Sachen auch fertig. Aber das war von
Michaels Seite aus wirklich wahnsinnig angenehm, dass
er sehr interessiert an dem Entwicklungsprozess war
und da quasi Anteil genommen hat aber nie wirklich Druck
gemacht hat, dass es jetzt endlich fertig wird.
Pedo:
Seit wann habt ihr (Jan und Michael) denn dann tatsächlich
zusammen gesessen ? War das direkt nach dem Erscheinen
des letzten Albums, und der Trennung von Tobi Meggele
1999 ?
Beanfield:
Nee, das ist so: 1999 kam die Platte raus und für
den Endverbraucher ist das ja alles immer so ein bisschen
zeitverschoben. Wir sind danach erst mal auf Tour gegangen,
das heisst da ist ja dann immer noch so ein bisschen
Promotion, wo du dann 1-2 Monate mit zu tun hast. Wir
waren Mitte 2000 1-2 Monate lang auf Tour, zumindest
immer über das Wochenende. Wir haben uns dann quasi
Ende 2000 zusammen gesetzt um mit der Arbeit anzufangen.
Und es ist beinahe auch so, dass die Platte seit Mitte
letzten Jahres, na ja sagen wir mal seit September letzten
Jahres fertig ist. Das heisst die Zeit zwischen den
beiden Alben ist eigentlich kürzer. Das die Platte
jetzt erst rauskommt eben auch mit dem Promotionvorlauf
und solchen Gründen zu tun. .
Pedo:
Wie würdet ich eure stilistische Entwicklung vom
1 Album bis heute skizzieren. Wie würdet ihr den
Unterschied zwischen heute und damals beschreiben ?
Beanfield:
Also für mich ist der Hauptunterschied, na ja eigentlich
sehe ich gar nicht so einen wahnsinnig grossen Unterschied.
Aber es ist auf jeden Fall so dass wir uns mehr in Richtung
Songs entwickeln. Es geht weg von einem DJ-Tool, oder
einem Track, der funktioniert hin zu einem richtigen
Song, den du auf einer Gitarre spielen kannst und nachsingen
kannst.
Pedo:
Wenn ich die 3 Alben vergleiche finde ich die Entwicklung
hin zu Songwriting auch sehr auffällig. Inwiefern
hat denn das Ausscheiden von Tobi Meggle bzw. der Einstieg
von Michael Mettke darauf einen Einfluss gehabt ? Wie
hat sich diese personelle Veränderung auf die Kompositionen
oder den Sound ausgewirkt ?
Beanfield:
Die Entwicklung war ja schon auf „Human Patterns“
zu erkennen. Der Focus war auf jeden Fall in Richtung
Songwriting gerichtet. Da der Michael von seinem Background
her stark von allen möglichen Arten von Musik geprägt
ist und wir festgestellt haben das unsere alltime-favourite
Tunes zum Grossteil Songs sind, war klar dass wir mehr
dahin wollen Songs zu schreiben. Allerdings schätze
ich dass wir, auch wenn Tobi noch dabei wäre, in
die selbe Richtung gegangen wären. Dennoch, Michael
hat als gleichwertiges Mitglied in der Band mit seinen
Ideen natürlich einen starken Einfluss darauf gehabt.
Auch er wollte richtige Songs schreiben.
Pedo:
Jan, du hast vor einigen Jahren in einem Interview zu
„Human Patterns“ auf die Frage wie du Eure
Musik nennen würdest geantwortet: „Futurejazz“.
Passt denn diese Kategorie noch zu den neuen Songs oder
wo würdest Du euch stilistisch nach dem letzten
Album einordnen ?
Beanfield:
Das ist ein schwierige Frage, weil ich auch mit der
Antwort, wenn ich das wirklich gesagt haben sollte,
gar nicht zufrieden bin, weil das eine Kategorisierung
ist, die nicht funktionieren kann. Du kannst nicht einfach
mit einem Schlagwort die Musik die du machst beschreiben.
Das führt immer zu einer Pauschalisierung. Wenn
Du mich jetzt so fragst wie ich unsere Musik umschreiben
würde ich mal sagen: soulful electronics oder so
ähnlich. Es gibt keinen Begriff, von dem ich behaupten
würde er trifft es genau.
Pedo:
Machen wir es einmal anders rum. Welche musikalischen
Einflüsse spielen denn eine Rolle für euch
?
Beanfield:
Für uns gibt es sehr viele unterschiedliche Einflüsse.
Auf der einen Seite haben wir die Jazzroots oder die
Soulroots, auf der anderen Seite hören wir sehr
viel moderne elektronische Musik unter anderem viele
deutsche Technoacts von Labels wie Playhouse, Gomma,
oder es gab auch immer wieder auf Kompakt schöne
Sachen. Natürlich mögen wir die Sachen auf
Compost auch sehr gerne. Es gibt sehr viele Sachen,
die uns wahnsinnig gut gefallen und natürlich dann
auch in irgend einer Form musikalisch beeinflussen.
Analog dazu ist es zur Zeit eigentlich schwierig einen
musikalischen Überbegriff für das zu finden
was man macht.
Egal ob du Technotracks nimmst, die einen Jazzeinfluss
haben oder jazzige Musik, die vom Vibe her viel näher
zu moderner elektronischer Musik rückt. Es ist
so, dass jetzt viele Nujazz-Artists auf einmal den Techno
entdecken und bemerken dass auch so harte, einfache
elektronische Musik sehr interessant klingen kann. Da
wird es dann schwierig weil wir z.B den Begriff Nujazz
als Label für unsere Musik nicht mehr lesen wollen,
weil er doch sehr einengt.
Ich verstehe schon, dass man irgendeinen Claim für
die Musik braucht. Da tun wir uns gerade sehr, sehr
schwer. Wir haben auch schon des öfteren darüber
diskutiert wie man unsere Musikrichtung denn nennen
kann. Dabei sind wir zu keinem richtigen Schluss gekommen.
Ich glaube vor allem das Hörer oft enttäuscht
sind, wenn sie sich bestimmte Artists anhören,
die einen Jazzbackground haben und deshalb mit dem Etikett
Nujazz versehen werden obwohl sie in diese Schublade
nicht passen. Die Erwartungshaltung der Hörer wird
dann nicht erfüllt, sie fragen sich oft: wo ist
denn überhaupt der Jazz in dieser Musik.
Das ist momentan eigtl das Hauptthema. Ich hätte
kein Problem mit einem Begriff der mir nicht gefällt,
wenn er nicht so in die Irre führen würde.
Sicher sind wir vom Jazz sehr beeinflusst, aber es gibt
garantiert eine Menge Leute, die unter Jazz was anderes
verstehen als die Musik die wir machen weil unsere Musik
ja doch sehr elektronisch ist.
Pedo:
So ein Label wäre für eure vielseitige Musik
auch viel zu einengend oder ?
Beanfield:
Ja .deswegen hat der Jan vorhin ja auch gesagt wir machen
soulful electronics. Das ist kein label oder keine Stilrichtung,
aber sie beschreibt vielleicht ein bisschen das wir
elektronische Musik machen und dort verschiedene Einflüsse
haben, die alle zusammenfließen. Z.B aus dem Techno-
und dem Downtempo-Bereich. Das soulige ist dann die
Verbindung, die der Platte einen roten Faden gibt damit
man nicht das Gefühl hat man würde mit zu
vielen Stilrichtungen konfrontiert. Ich glaube, dass
sich das Soulige und die verschiedene Elektronika da
doch ganz gut die Hand schütteln.
Pedo:
Ihr sprecht ja vom Soul und von der Songlastigkeit des
neuen Albums. Insgesamt sind 7 von 11 Liedern mit Vocals
geschmückt. War es a priori schon geplant so viele
Vocal-Stücke auf die LP zu nehmen oder hat sich
das so ergeben ?
Beanfield:
Nun ja, es war schon so, dass wir gesagt haben wir würde
gerne mehr Vocals machen, wenn wir jemanden finden der
für uns passt. Das große Problem, wenn man
selbst nicht so gut singen ist ja dass man jemanden
finden muss mit dem man gut zusammen arbeiten kann...
Pedo:
...und das vor habt ihr dann in Form von Ernesto, der
auf 4 Songs des Albums singt ? Wie kam es zu dieser
Zusammenarbeit ?
Beanfield:
Wir kannten die Stimme von Ernesto schon von Platten
aus Schweden auf Hollow. Es war so, dass wir uns schon
während wir die Songs geschrieben haben überlegt
haben wer in Frage kommen würde. Da stand er wirklich
ganz, ganz oben auf unserer Liste. Dirk Rumpf, ein guter
Freund von uns, hatte den Kontakt, weil mit Ernesto
schon im Rahmen einer auf Compost releasten Maxi zusammengearbeitet
hatte. Dirk hat uns dann Ernestos Nummer gegeben. Ernesto
war von unserem Vorschlag dann auch gleich total begeistert.
Pedo:
Wie bereits erwähnt, ist Ernesto auf insgesamt
4 Songs gefeatured. Das wirkt beinahe so, als wäre
er ein festes Mitglied von Beanfield. War eine Zusammenarbeit
in diesem Umfang von Anfang an geplant oder hat sich
das während der Aufnahmen ergeben ?
Beanfield:
Es war wirklich die gute Zusammenarbeit, durch die
sich das ergeben hat. Wir hatten eigtl. 2 Songs, die
wir mit ihm machen wollten. Der dritte Song hat sich
während der Zusammenarbeit im Studio ergeben, da
wir sehr schnell voran gekommen sind und mit Ernesto
so happy waren dass wir gesagt haben: „super,
lass uns doch dieses auch noch machen“. Das es
dann so viel wird war eigtl am Anfang nicht geplant.
Wir waren aber irgendwann am Punkt, dass es für
uns mehr Sinn macht mit Ernesto zu arbeiten und das
dann auch so ein bisschen zu featuren, statt so eine
Platte zu haben wo man sehr viele Vokalisten einlädt
wodurch das ganze dann aber auch ein bisschen zum gesichtslosen
Projekt wird, weil du auf jeder Nummer anders klingst.
Pedo:
Was hat neben seiner Stimme für Ernesto gesprochen
?
Beanfield:
Es ist wahnsinnig schwer jemanden zu finden mit dem
man erst mal stimmlich zufrieden ist, mit dem man auch
gut arbeiten kann, der auch Lust hat mitzumachen usw.
Bei ihm hat das alles einfach wunderbar gepasst. In
der Zeit als er in München war haben wir viel Zeit
miteinander verbracht, auch privat. Da haben sich oft
aus Gesprächen Songideen entwickelt, sodass am
Ende, mehr rausgekommen ist als beabsichtigt, weil wir
eben an sich einfach ein gute Zeit miteinander hatten.
Pedo:
Ihr und habt euch also nicht die Songs zugeschickt sondern
wart gemeinsam mit Ernesto im Studio ?
Beanfield:
Nee, nee überhaupt nicht. Es war sogar so, dass
er die Sachen vorher nicht gehört hatte. Er kam
nach München, war quasi frisch und wir haben dann
zusammen alles erarbeitet.
Pedo:Man hört das. Die Nummer mit ihm wirken
sehr persönlich und intim
Beanfield:
Ja , so war es auch. Es ist leider nicht so üblich.
Es ist manchmal ein bisschen schwierig diesen Vibe zu
kriegen. Gemeinsame Aufnahmen sind wirklich eine sehr
persönliche Sache. Und mit ihm hat das wirklich
sehr toll funktioniert.
...Es gibt auch einen Song, der ist sogar wirklich aus
einer Diskussion heraus entstanden
Pedo:
welcher war das ?
Beanfield:
„close to you“. Nicht aus einer Diskussion
im Sinne von Streit, sondern aus einem anregenden Gespräch.
Ich glaube das Gefühl für eine Nummer nur
entstehen kann; wenn der persönliche Kontakt da
ist. Nur dann passiert es, dass ein Sänger bestimmte
Ideen von sich überhaupt hergibt.
Pedo:
Habt ihr denn wegen der guten Zusammenarbeit schon Überlegungen
angestellt auch in Zukunft mit ihm zusammen zu arbeiten
?
Beanfield:
JA ! Wir würden wahnsinnig gerne. Und wir gehen
jetzt auch gemeinsam mit ihm auf Tour..
Pedo:
Apropos Tour... wer von den anderen Gast-Sängern
wird denn mittouren ?
Beanfield:
Leider niemand. Es ist finanziell und zeitlich leider
nicht möglich. Nur Ernesto wird mitkommen. Deshalb
wird er z.B die Nummer von Bajka auf seine Weise interpretieren.
Es geht leider nicht anders.
Pedo:
Wie sieht ansonsten die Live-Umsetzung aus ?
Beanfield:
Der Michi Mettke wird Akustik-Gitarre und additional
Keyboards machen, Jochen Helfert (eine Hälfte von
Les Gammas) wird Fender Rhodes spielen, dann haben wir
einen Drummer dabei (Fabian Vlies), ich werde den Bass
spielen und Ernesto wird singen.
Pedo:
Ihr nutzt laut Pressetext auf Seek scheinbar keine Samples
mehr. Hat sich eure Herangehensweise an eine Produktion
geändert ?
Beanfield:
Es hat schon mit der Herangehensweise zu tun. Als wir
anfingen eher Songs zu entwickeln war klar, dass wir
nicht die Songs auf ein Sample aufbauen wollen. Auf
der aller ersten Platte dagegen waren Sachen dabei,
die wir mit einem Sample gestartet haben. Z.B einer
schönen Fläche oder coolen Rhodes-Chords.
Die Sachen die auf solchen Samples basieren werden dann
aber meistens eher Tracks.
Beanfield:
...Diesmal haben wir es anders gemacht. Wir haben im
Studio gesessen und wirklich zusammen Ideen entwickelt.
Wir hatten einfach kein Lust die Ideen von anderen Musikern
zu klauen. Hinzu kommt, dass wir im Laufe er letzten
Jahre öfter das traurige Erlebnis hatten, dass
man die gesampelten Originale seiner aktuellen Lieblingsplatten
findet. So werden Lieder bei denen man sich gefragt
hat „wie haben sie dass denn gemacht?“ durch
das Original entzaubert, weil man nie gedacht hätte,
dass es einfach nur gesampelt ist.
...Außerdem hatten wir selber so viele eigene
Ideen, dass wir gar keine Lust mehr hatten die Ideen
anderer zu verwenden. Dennoch: Die Soundästhetik
und der Umgang mit den alten Texturen ist für uns
schon sehr wichtig.
Wir haben den Sampler als Instrument auch auf „Seek“
genutzt. Sei es um einzelne Drumsounds oder Rauschen
von Platten zu sampeln oder selbst Eingespieltes über
den Sampler zu bearbeiten. So haben wir Basslines eingespielt,
sie zerstückelt und neu zusammengesetzt; um sie
irgendwie unrund zu machen. Oder Fender Rhodes-Passagen
eingespielt und wieder umgeschnitten. Mit dem Sampler
haben wir einfach mehr Möglichkeiten die Klänge
individueller zu gestalten und somit nicht immer gleich
zu klingen.
Pedo:
welchen Liedern des neuen Albums sprecht ihr das größte
Potential zu ? welche Songs sollen ausgekoppelt werden
/ als Maxi veröffentlicht werden ?
Beanfield:
„Tides“ und „Close to you“ sind
die ersten beiden Singles. Wir haben auch schon Remixes
für die Stücke.
Pedo:
Wer hat Remixes angefertigt ?
Beanfield:
Da sind wir sehr glücklich. Wir haben Carl Craig
gewinnen können, der auch in wichtiger Einfluss
für uns war. Außerdem waren Maurice Fulton,
Chateau Flight, Funkstörung und Soulpatrol mit
dabei.
Pedo:
Wie steht es um die anderen Projekte an denen ihr jeweils
beteiligt seid (Poets of Rhythm....) ?
Beanfield:
Also die Poets of Rhythm liegen gerade so ein bisschen
im Winterschlaf. Manchmal scheint es nicht ganz klar
wie es da weiter geht. Ich hätte aber schon Zeit
und Lust da weiter zu machen...
Michi hat vor kurzem auch mal wieder was für die
Fauna Flash Jungs eingespielt. Das ist ja nicht so zeitaufwendig,
dass es uns irgendwie behindern würde. Wir sind
zu allen Schandtaten bereit. Das ist ja auch das, was
so viel Spaß macht: sich mit anderen Leuten zu
treffen und was zu machen.
Pedo:
Eines der Lieder auf „Seek“ hat den lustigen
Namen Vertigoheel... ist das ein Insider in Bezug auf
schwindelerregend hohe Absätze ?
Beanfield:
Ja. und nein. Es ist eigtl. ein Medikament. Ein Zeit
lang war mir sehr oft schwindelig, und Vertigoheel ist
das einzige homöopathische Mittel was es gegen
Schwindel gibt. Aber wie es so ist, bei solchen Präparaten,
da wird einem dann erst mal noch schwindeliger. Die
Einnahme war für mich dann ein beeindruckendes
Erlebnis. Das wollte ich verarbeiten. (Lachen)
Ich fand den Titel aber deshalb gut weil es ein Medikament
ist und Vertigoheel heisst, aber wenn man es übersetzt
ist es der Schwindelabsatz. Das passt irgendwie zum
Lied, welches übrigens einer meiner Favoriten auf
dem Album ist. Das hat irgendwie etwas schwindeliges...
Pedo:
Danke, dass ihr euch die Zeit für das Interview
genommen habt...
Beanfield:
Wir danken Dir ! |