Interview l Beanfield l Compost Records  
  Wir hatten die Möglichkeit ein ausführliches Telefon-Interview mit Jan Krause und Michael Mettke von Beanfield zu führen, deren neues Album „Seek“ seit Februar im Handel erhältlich ist. Auf diesem verbinden die beiden Songwriting gekonnt mit einer durch elektronische Musik (vor allem Detroit) geprägten Klangästhetik was im Ergebnis eine verträumt-entrückte Atmosphäre erzeugt. Lauscht rein !

Jan und Michael waren sehr gesprächig und erzählten unter anderem über die Entstehung des neuen Albums, über die eigene musikalische Entwicklung, die Schwierigkeiten die eigene Musik einer Kategorie zuzuordnen oder wie es zu dem Songtitel Vertigoheel kam...

 
  Interview l Pedo Knopp mit Beanfield  

Pedo:
Seit eurem letzten Album (1999) ist viel Zeit vergangen.... Wie habt ihr die Zeit genutzt ? Und ist das neue Album über den gesamten Zeitraum entstanden ?

Beanfield:
Wir haben uns Zeit gelassen für das neue Album , um nicht sofort alles fertig machen zu müssen. Ausserdem haben wir relativ viele Remixe gemacht, um in einen Workflow zu kommen. Wir haben uns zusammengesetzt und viele Ideen zusammen entwickelt, um herauszufinden wo es für uns denn hingeht.

Pedo:
Hat der lange Abstand vom letzten Album bis jetzt auch mit dem Ausstieg von Tobi Meggle zu tun ?

Beanfield:
Der Personalwechsel hat natürlich Zeit in Anspruch genommen. Relativ kurz nachdem wir die „Human patterns“ Tour beendet hatten war klar das Tobi Meggle an seinen eigenen Projekten weiter arbeiten will, und aus dem Grund auch die Band verlassen würde, weil wir auch mehr zu tun gehabt hätten. Da dieser Quasi-Full-time-Job ihm zu viel Zeit geraubt hätte, hat er sich dazu entschlossen sein eigenes Label zu machen und sein eigenes Projekt voranzutreiben.

Pedo:
Und wie kam es dann zur Zusammenarbeit mit Michael (Mettke) ?

Beanfield:
Ich bin nach dem Ausscheiden Tobis auf die Suche nach einem neuen Partner gegangen. Es war dann auch ziemlich schnell klar dass Michi derjenige ist mit dem ich gerne zusammen arbeiten wollte. Auch er war eigtl. sofort begeistert. Wir sind dann auch ziemlich schnell ins Studio gegangen.

Es war angenehm das Album nicht sofort fertig machen zu müssen, sodass wir ein bisschen Zeit hatten uns gegenseitig Zeug vorzuspielen, um zu sehen, wo kommt der eine her, wo kommt der andere her, was findet er gut, was findet er schlecht, um auf diese Weise wirklich auch ein gemeinsames Album zu entwickeln, nicht nur zu sagen so und so wir es gemacht und basta !

Pedo:
Wie hat Michael Reinboth / Compost auf diese enorme Wartezeit zwischen „Human Patterns" und „Seek" reagiert ?

Beanfield:
Der Michael ist da wirklich unheimlich cool mit seinen Künstlern, wobei er natürlich schon immer auch sein Label sieht. Aber da geht die Musik vor, oder auch der Künstler. Er hat zwar immer mal wieder gesagt „ah ja , was ist jetzt“ lasst mal hören was ihr habt“ oder „macht mal“, aber es war nie so dass er gesagt hätte: „jetzt muss es fertig werden“. Für uns war es sogar vielleicht zu locker, weil man manchmal einfach eine Deadline braucht wo man sagt, „ok, bis dahin muss es fertig sein“. Dann setzt du dich auf den Arsch und machst die Sachen auch fertig. Aber das war von Michaels Seite aus wirklich wahnsinnig angenehm, dass er sehr interessiert an dem Entwicklungsprozess war und da quasi Anteil genommen hat aber nie wirklich Druck gemacht hat, dass es jetzt endlich fertig wird.

Pedo:
Seit wann habt ihr (Jan und Michael) denn dann tatsächlich zusammen gesessen ? War das direkt nach dem Erscheinen des letzten Albums, und der Trennung von Tobi Meggele 1999 ?

Beanfield:
Nee, das ist so: 1999 kam die Platte raus und für den Endverbraucher ist das ja alles immer so ein bisschen zeitverschoben. Wir sind danach erst mal auf Tour gegangen, das heisst da ist ja dann immer noch so ein bisschen Promotion, wo du dann 1-2 Monate mit zu tun hast. Wir waren Mitte 2000 1-2 Monate lang auf Tour, zumindest immer über das Wochenende. Wir haben uns dann quasi Ende 2000 zusammen gesetzt um mit der Arbeit anzufangen. Und es ist beinahe auch so, dass die Platte seit Mitte letzten Jahres, na ja sagen wir mal seit September letzten Jahres fertig ist. Das heisst die Zeit zwischen den beiden Alben ist eigentlich kürzer. Das die Platte jetzt erst rauskommt eben auch mit dem Promotionvorlauf und solchen Gründen zu tun. .

Pedo:
Wie würdet ich eure stilistische Entwicklung vom 1 Album bis heute skizzieren. Wie würdet ihr den Unterschied zwischen heute und damals beschreiben ?

Beanfield:
Also für mich ist der Hauptunterschied, na ja eigentlich sehe ich gar nicht so einen wahnsinnig grossen Unterschied. Aber es ist auf jeden Fall so dass wir uns mehr in Richtung Songs entwickeln. Es geht weg von einem DJ-Tool, oder einem Track, der funktioniert hin zu einem richtigen Song, den du auf einer Gitarre spielen kannst und nachsingen kannst.

Pedo:
Wenn ich die 3 Alben vergleiche finde ich die Entwicklung hin zu Songwriting auch sehr auffällig. Inwiefern hat denn das Ausscheiden von Tobi Meggle bzw. der Einstieg von Michael Mettke darauf einen Einfluss gehabt ? Wie hat sich diese personelle Veränderung auf die Kompositionen oder den Sound ausgewirkt ?

Beanfield:
Die Entwicklung war ja schon auf „Human Patterns“ zu erkennen. Der Focus war auf jeden Fall in Richtung Songwriting gerichtet. Da der Michael von seinem Background her stark von allen möglichen Arten von Musik geprägt ist und wir festgestellt haben das unsere alltime-favourite Tunes zum Grossteil Songs sind, war klar dass wir mehr dahin wollen Songs zu schreiben. Allerdings schätze ich dass wir, auch wenn Tobi noch dabei wäre, in die selbe Richtung gegangen wären. Dennoch, Michael hat als gleichwertiges Mitglied in der Band mit seinen Ideen natürlich einen starken Einfluss darauf gehabt. Auch er wollte richtige Songs schreiben.

Pedo:
Jan, du hast vor einigen Jahren in einem Interview zu „Human Patterns“ auf die Frage wie du Eure Musik nennen würdest geantwortet: „Futurejazz“. Passt denn diese Kategorie noch zu den neuen Songs oder wo würdest Du euch stilistisch nach dem letzten Album einordnen ?

Beanfield:
Das ist ein schwierige Frage, weil ich auch mit der Antwort, wenn ich das wirklich gesagt haben sollte, gar nicht zufrieden bin, weil das eine Kategorisierung ist, die nicht funktionieren kann. Du kannst nicht einfach mit einem Schlagwort die Musik die du machst beschreiben. Das führt immer zu einer Pauschalisierung. Wenn Du mich jetzt so fragst wie ich unsere Musik umschreiben würde ich mal sagen: soulful electronics oder so ähnlich. Es gibt keinen Begriff, von dem ich behaupten würde er trifft es genau.

Pedo:
Machen wir es einmal anders rum. Welche musikalischen Einflüsse spielen denn eine Rolle für euch ?

Beanfield:
Für uns gibt es sehr viele unterschiedliche Einflüsse. Auf der einen Seite haben wir die Jazzroots oder die Soulroots, auf der anderen Seite hören wir sehr viel moderne elektronische Musik unter anderem viele deutsche Technoacts von Labels wie Playhouse, Gomma, oder es gab auch immer wieder auf Kompakt schöne Sachen. Natürlich mögen wir die Sachen auf Compost auch sehr gerne. Es gibt sehr viele Sachen, die uns wahnsinnig gut gefallen und natürlich dann auch in irgend einer Form musikalisch beeinflussen.
Analog dazu ist es zur Zeit eigentlich schwierig einen musikalischen Überbegriff für das zu finden was man macht.

Egal ob du Technotracks nimmst, die einen Jazzeinfluss haben oder jazzige Musik, die vom Vibe her viel näher zu moderner elektronischer Musik rückt. Es ist so, dass jetzt viele Nujazz-Artists auf einmal den Techno entdecken und bemerken dass auch so harte, einfache elektronische Musik sehr interessant klingen kann. Da wird es dann schwierig weil wir z.B den Begriff Nujazz als Label für unsere Musik nicht mehr lesen wollen, weil er doch sehr einengt.

Ich verstehe schon, dass man irgendeinen Claim für die Musik braucht. Da tun wir uns gerade sehr, sehr schwer. Wir haben auch schon des öfteren darüber diskutiert wie man unsere Musikrichtung denn nennen kann. Dabei sind wir zu keinem richtigen Schluss gekommen. Ich glaube vor allem das Hörer oft enttäuscht sind, wenn sie sich bestimmte Artists anhören, die einen Jazzbackground haben und deshalb mit dem Etikett Nujazz versehen werden obwohl sie in diese Schublade nicht passen. Die Erwartungshaltung der Hörer wird dann nicht erfüllt, sie fragen sich oft: wo ist denn überhaupt der Jazz in dieser Musik.

Das ist momentan eigtl das Hauptthema. Ich hätte kein Problem mit einem Begriff der mir nicht gefällt, wenn er nicht so in die Irre führen würde. Sicher sind wir vom Jazz sehr beeinflusst, aber es gibt garantiert eine Menge Leute, die unter Jazz was anderes verstehen als die Musik die wir machen weil unsere Musik ja doch sehr elektronisch ist.

Pedo:
So ein Label wäre für eure vielseitige Musik auch viel zu einengend oder ?


Beanfield:
Ja .deswegen hat der Jan vorhin ja auch gesagt wir machen soulful electronics. Das ist kein label oder keine Stilrichtung, aber sie beschreibt vielleicht ein bisschen das wir elektronische Musik machen und dort verschiedene Einflüsse haben, die alle zusammenfließen. Z.B aus dem Techno- und dem Downtempo-Bereich. Das soulige ist dann die Verbindung, die der Platte einen roten Faden gibt damit man nicht das Gefühl hat man würde mit zu vielen Stilrichtungen konfrontiert. Ich glaube, dass sich das Soulige und die verschiedene Elektronika da doch ganz gut die Hand schütteln.

Pedo:
Ihr sprecht ja vom Soul und von der Songlastigkeit des neuen Albums. Insgesamt sind 7 von 11 Liedern mit Vocals geschmückt. War es a priori schon geplant so viele Vocal-Stücke auf die LP zu nehmen oder hat sich das so ergeben ?

Beanfield:
Nun ja, es war schon so, dass wir gesagt haben wir würde gerne mehr Vocals machen, wenn wir jemanden finden der für uns passt. Das große Problem, wenn man selbst nicht so gut singen ist ja dass man jemanden finden muss mit dem man gut zusammen arbeiten kann...

Pedo:
...und das vor habt ihr dann in Form von Ernesto, der auf 4 Songs des Albums singt ? Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit ?

Beanfield:
Wir kannten die Stimme von Ernesto schon von Platten aus Schweden auf Hollow. Es war so, dass wir uns schon während wir die Songs geschrieben haben überlegt haben wer in Frage kommen würde. Da stand er wirklich ganz, ganz oben auf unserer Liste. Dirk Rumpf, ein guter Freund von uns, hatte den Kontakt, weil mit Ernesto schon im Rahmen einer auf Compost releasten Maxi zusammengearbeitet hatte. Dirk hat uns dann Ernestos Nummer gegeben. Ernesto war von unserem Vorschlag dann auch gleich total begeistert.

Pedo:
Wie bereits erwähnt, ist Ernesto auf insgesamt 4 Songs gefeatured. Das wirkt beinahe so, als wäre er ein festes Mitglied von Beanfield. War eine Zusammenarbeit in diesem Umfang von Anfang an geplant oder hat sich das während der Aufnahmen ergeben ?

Beanfield:
Es war wirklich die gute Zusammenarbeit, durch die sich das ergeben hat. Wir hatten eigtl. 2 Songs, die wir mit ihm machen wollten. Der dritte Song hat sich während der Zusammenarbeit im Studio ergeben, da wir sehr schnell voran gekommen sind und mit Ernesto so happy waren dass wir gesagt haben: „super, lass uns doch dieses auch noch machen“. Das es dann so viel wird war eigtl am Anfang nicht geplant. Wir waren aber irgendwann am Punkt, dass es für uns mehr Sinn macht mit Ernesto zu arbeiten und das dann auch so ein bisschen zu featuren, statt so eine Platte zu haben wo man sehr viele Vokalisten einlädt wodurch das ganze dann aber auch ein bisschen zum gesichtslosen Projekt wird, weil du auf jeder Nummer anders klingst.

Pedo:
Was hat neben seiner Stimme für Ernesto gesprochen ?

Beanfield:
Es ist wahnsinnig schwer jemanden zu finden mit dem man erst mal stimmlich zufrieden ist, mit dem man auch gut arbeiten kann, der auch Lust hat mitzumachen usw. Bei ihm hat das alles einfach wunderbar gepasst. In der Zeit als er in München war haben wir viel Zeit miteinander verbracht, auch privat. Da haben sich oft aus Gesprächen Songideen entwickelt, sodass am Ende, mehr rausgekommen ist als beabsichtigt, weil wir eben an sich einfach ein gute Zeit miteinander hatten.

Pedo:
Ihr und habt euch also nicht die Songs zugeschickt sondern wart gemeinsam mit Ernesto im Studio ?

Beanfield:
Nee, nee überhaupt nicht. Es war sogar so, dass er die Sachen vorher nicht gehört hatte. Er kam nach München, war quasi frisch und wir haben dann zusammen alles erarbeitet.

Pedo:Man hört das. Die Nummer mit ihm wirken sehr persönlich und intim

Beanfield:
Ja , so war es auch. Es ist leider nicht so üblich. Es ist manchmal ein bisschen schwierig diesen Vibe zu kriegen. Gemeinsame Aufnahmen sind wirklich eine sehr persönliche Sache. Und mit ihm hat das wirklich sehr toll funktioniert.

...Es gibt auch einen Song, der ist sogar wirklich aus einer Diskussion heraus entstanden

Pedo:
welcher war das ?

Beanfield:
„close to you“. Nicht aus einer Diskussion im Sinne von Streit, sondern aus einem anregenden Gespräch. Ich glaube das Gefühl für eine Nummer nur entstehen kann; wenn der persönliche Kontakt da ist. Nur dann passiert es, dass ein Sänger bestimmte Ideen von sich überhaupt hergibt.

Pedo:
Habt ihr denn wegen der guten Zusammenarbeit schon Überlegungen angestellt auch in Zukunft mit ihm zusammen zu arbeiten ?

Beanfield:
JA ! Wir würden wahnsinnig gerne. Und wir gehen jetzt auch gemeinsam mit ihm auf Tour..

Pedo:
Apropos Tour... wer von den anderen Gast-Sängern wird denn mittouren ?

Beanfield:
Leider niemand. Es ist finanziell und zeitlich leider nicht möglich. Nur Ernesto wird mitkommen. Deshalb wird er z.B die Nummer von Bajka auf seine Weise interpretieren. Es geht leider nicht anders.

Pedo:
Wie sieht ansonsten die Live-Umsetzung aus ?

Beanfield:
Der Michi Mettke wird Akustik-Gitarre und additional Keyboards machen, Jochen Helfert (eine Hälfte von Les Gammas) wird Fender Rhodes spielen, dann haben wir einen Drummer dabei (Fabian Vlies), ich werde den Bass spielen und Ernesto wird singen.

Pedo:
Ihr nutzt laut Pressetext auf Seek scheinbar keine Samples mehr. Hat sich eure Herangehensweise an eine Produktion geändert ?

Beanfield:
Es hat schon mit der Herangehensweise zu tun. Als wir anfingen eher Songs zu entwickeln war klar, dass wir nicht die Songs auf ein Sample aufbauen wollen. Auf der aller ersten Platte dagegen waren Sachen dabei, die wir mit einem Sample gestartet haben. Z.B einer schönen Fläche oder coolen Rhodes-Chords. Die Sachen die auf solchen Samples basieren werden dann aber meistens eher Tracks.

Beanfield:
...Diesmal haben wir es anders gemacht. Wir haben im Studio gesessen und wirklich zusammen Ideen entwickelt.

Wir hatten einfach kein Lust die Ideen von anderen Musikern zu klauen. Hinzu kommt, dass wir im Laufe er letzten Jahre öfter das traurige Erlebnis hatten, dass man die gesampelten Originale seiner aktuellen Lieblingsplatten findet. So werden Lieder bei denen man sich gefragt hat „wie haben sie dass denn gemacht?“ durch das Original entzaubert, weil man nie gedacht hätte, dass es einfach nur gesampelt ist.

...Außerdem hatten wir selber so viele eigene Ideen, dass wir gar keine Lust mehr hatten die Ideen anderer zu verwenden. Dennoch: Die Soundästhetik und der Umgang mit den alten Texturen ist für uns schon sehr wichtig.

Wir haben den Sampler als Instrument auch auf „Seek“ genutzt. Sei es um einzelne Drumsounds oder Rauschen von Platten zu sampeln oder selbst Eingespieltes über den Sampler zu bearbeiten. So haben wir Basslines eingespielt, sie zerstückelt und neu zusammengesetzt; um sie irgendwie unrund zu machen. Oder Fender Rhodes-Passagen eingespielt und wieder umgeschnitten. Mit dem Sampler haben wir einfach mehr Möglichkeiten die Klänge individueller zu gestalten und somit nicht immer gleich zu klingen.

Pedo:
welchen Liedern des neuen Albums sprecht ihr das größte Potential zu ? welche Songs sollen ausgekoppelt werden / als Maxi veröffentlicht werden ?

Beanfield:
„Tides“ und „Close to you“ sind die ersten beiden Singles. Wir haben auch schon Remixes für die Stücke.

Pedo:
Wer hat Remixes angefertigt ?

Beanfield:
Da sind wir sehr glücklich. Wir haben Carl Craig gewinnen können, der auch in wichtiger Einfluss für uns war. Außerdem waren Maurice Fulton, Chateau Flight, Funkstörung und Soulpatrol mit dabei.

Pedo:
Wie steht es um die anderen Projekte an denen ihr jeweils beteiligt seid (Poets of Rhythm....) ?

Beanfield:
Also die Poets of Rhythm liegen gerade so ein bisschen im Winterschlaf. Manchmal scheint es nicht ganz klar wie es da weiter geht. Ich hätte aber schon Zeit und Lust da weiter zu machen...
Michi hat vor kurzem auch mal wieder was für die Fauna Flash Jungs eingespielt. Das ist ja nicht so zeitaufwendig, dass es uns irgendwie behindern würde. Wir sind zu allen Schandtaten bereit. Das ist ja auch das, was so viel Spaß macht: sich mit anderen Leuten zu treffen und was zu machen.

Pedo:
Eines der Lieder auf „Seek“ hat den lustigen Namen Vertigoheel... ist das ein Insider in Bezug auf schwindelerregend hohe Absätze ?

Beanfield:
Ja. und nein. Es ist eigtl. ein Medikament. Ein Zeit lang war mir sehr oft schwindelig, und Vertigoheel ist das einzige homöopathische Mittel was es gegen Schwindel gibt. Aber wie es so ist, bei solchen Präparaten, da wird einem dann erst mal noch schwindeliger. Die Einnahme war für mich dann ein beeindruckendes Erlebnis. Das wollte ich verarbeiten. (Lachen)

Ich fand den Titel aber deshalb gut weil es ein Medikament ist und Vertigoheel heisst, aber wenn man es übersetzt ist es der Schwindelabsatz. Das passt irgendwie zum Lied, welches übrigens einer meiner Favoriten auf dem Album ist. Das hat irgendwie etwas schwindeliges...

Pedo:
Danke, dass ihr euch die Zeit für das Interview genommen habt...

Beanfield:
Wir danken Dir !

  Beanfield l Seek | Review von Pedo Knopp  
 

Das neue Beanfield-Album „Seek“ ist seit Februar im Handel erhältlich. Lauscht mal rein und schreibt uns was ihr davon haltet. Außerdem sind die Remixes von Carl Craig, Maurice Fulton, Soulpatrol, Chateau Flight und Funkstörung sehr empfehlenswert.

 
 

"Genius ist ewige Geduld"

Und die hat sich Jan Krause bewahrt.

Nach der Trennung vom ehemaligen Beanfield-Partner Tobi Meggle hat Jan mit dessen Nachfolger Michael Mettke zunächst "relativ viele Remixe gemacht, um
ein bisschen in einen Workflow zu kommen" und daraufhin behutsam das dritte Album "Seek" zu erarbeiten... [mehr]

 



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